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Recht / Arbeits-/Sozialrecht 
Freitag, 14.06.2019

Krankenkasse muss - mit Ausnahme des Blindenführhundes - nicht für Tierhaltung aufkommen

Das Sozialgericht Dortmund entschied, dass – mit Ausnahme des Blindenführhundes – die Haltung von Tieren nicht vom Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung umfasst ist, sodass Kosten für die Unterhaltung der privaten Lebensführung zuzurechnen sind (Az. S 8 KR 1740/18).

Im vorliegenden Fall beanspruchte eine Versicherte die Übernahme der laufenden Unterhaltskosten für die Haltung eines Hundes und einer Katze von der gesetzlichen Krankenkasse. Nach Auffassung der in psychotherapeutischer Behandlung befindlichen Versicherten würden die Tiere zur Rekonvaleszenz beitragen. Die gesetzliche Krankenkasse lehnte die Kostenübernahme für die Tierhaltung ab. Das SG Dortmund wies die hiergegen erhobene Klage als unbegründet ab. Nach Auffassung des Gerichts besteht für die Übernahme von laufenden Unterhaltskosten für die Haltung von Tieren durch die gesetzliche Krankenversicherung keine Anspruchsgrundlage im Gesetz. Auch würden Tiere keiner drohenden Behinderung vorbeugen und – mit Ausnahme eines Blindenführhundes – keine Behinderung ausgleichen.

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